Benedikt Pillwein

Jurist, Topograph, Historiker und Schriftsteller.

* 1779    † 1847

 

Beamter der Staatsbuchhaltung

Benedikt Pillwein wurde am 26. November 1779 als Sohn eines Weinhauers geboren. Er kam früh nach Salzburg und studierte dort Rechtswissenschaften. Zudem besuchte er 1801 und 1802 das pädagogische Seminar. Im Jahre 1804 trat er in Salzburg als Hilfsschreiber der Staatshauptbuchhaltung in den Dienst Erzherzog Ferdinands, die juridischen Studien konnte er 1806 erfolgreich abschließen. Ab 1811 war er für die Finanzdirektion Salzburg tätig, von 1806 bis 1816 war er auch Redakteur der “Salzburger Zeitung”.

Er wurde schon 1817 als provisorischer Adjunkt zum k. k. Landgericht Neumarkt in Oberösterreich, dann 1822 als Ingrossist zur k. k. obderenns. Staatsbuchhaltung nach Linz versetzt. Er blieb bis kurz vor seinem Tode in der Stellung als Inngrossist.

Benedikt Pillwein war mit Theresia Gugg verheiratet, einer Tochter des Salzburger Glockengießers Franz Xaver Gugg. Mit ihr hatte er eine Tochter und vier Söhne.

Begründer einer systematischen Landeskunde Oberösterreichs

Benedikt Pillwein gehört zu den Begründern einer systematischen Landeskunde Oberösterreichs. Im Jahr 1824 erschien mit der Beschreibung der Provinzialhauptstadt und ihrer näheren Umgebung sein zweites Linz-Buch, 1846 mit Linz, einst und jetzt sein drittes. Das landeskundliche Standardwerk Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogtums Österreich ob der Enns und des Herzogtums Salzburg veröffentlichte er zwischen 1827 und 1839 in fünf Bänden.

Benedikt Pillwein schrieb für viele Zeitungen und erwarb sich Verdienste für seine historischen Arbeiten, insbesondere durch die „Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Österreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg“.

Zudem verfasste er auch religiöse Bücher und stellte Gesetzes- sowie Sagensammlungen zusammen.

Missachtung zu Lebzeiten

Seine Tätigkeiten als Schriftsteller und Historiograph übte er neben seinen beruflichen Aufgaben aus. Dies befürworteten seine Vorgesetzten nur bedingt. Aus diesem Grund wurde er 1846 mit nur halben Aktivbezügen pensioniert.

Benedikt Pillwein starb am 27. Jänner 1847, wohl in Folge der Missachtung, die ihm entgegen gebracht worden war, körperlich und geistig gebrochen.

Das Grab am St. Barbara-Friedhof in Linz

Strassenbenennung und Gedenktafel

1898 wurde in Linz die Pillweinstraße nach ihm benannt. Sie verbindet die Dürrnberger- mit der Unionstraße. An Pillweins ehemaligem Wohnhaus in der Harrachstrasse 9 findet sich eine Gedenktafel.

Weblinks und Quellen


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